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.\"
.\"     @(#)fstab.5	6.5 (Berkeley) 5/10/91
.\"
.\" Modified Sat Mar  6 20:45:03 1993, faith@cs.unc.edu, for Linux
.\" Sat Oct  9 10:07:10 1993: converted to man format by faith@cs.unc.edu
.\" Sat Nov 20 20:47:38 1993: hpfs documentation added
.\" Sat Nov 27 20:23:32 1993: Updated authorship information
.\" Wed Jul 26 00:00:00 1995: Updated some nfs stuff, joey@infodrom.north.de
.\" Tue Apr  2 00:38:28 1996: added info about "noauto", "user", etc.
.\" Tue Jun 15 20:02:18 1999: added LABEL and UUID
.\" Sat Jul 14 2001: Michael K. Johnson <johnsonm@redhat.com> added -O
.\" German translation, Aldo Valente, aldo@dagobar.rhein.de, 951224
.\" Sun Feb 11 14:07:00 MET 1996  Martin Schulze  <joey@linux.de>
.\"	* slightly modified
.\" Modified Mon Jun 10 00:01:47 1996 by Martin Schulze (joey@linux.de)
.\" Modified Tue Dec 30 23:56:26 2003 by Jens Seidel <tux-master@web.de>
.\"	* update to version 2.12 (of util-linux package, available at
.\"       http://freshmeat.net/projects/util-linux/)
.\" Modified Sat Dec 23 22:55:32 2006 by Daniel Kobras <kobras@linux.de>
.\"  * merge with Debian version that synced with English version dated
.\"    Jul 14, 2001, adding documentation for UUID and volume labels.
.\"
.TH FSTAB 5 "15. Juni 1999" "Linux 2.2" "Dateiformate"
.SH BEZEICHNUNG
fstab \- statische Informationen über Dateisysteme
.SH ÜBERSICHT
.B #include <fstab.h>
.SH BESCHREIBUNG
Die Datei
.B fstab
enthält Informationen über die verschiedenen Dateisysteme.
Programme greifen nur lesend, nicht schreibend darauf zu.  Es obliegt dem 
Systemadministrator, diese Datei zu erstellen und zu pflegen.  Jedes Dateisystem
wird durch eine separate Zeile in
.B fstab
repräsentiert; innerhalb einer Zeile werden die Felder durch Tabs oder
Leerzeichen getrennt.  Zeilen, die mit '#' beginnen, sind Kommentare.  Die
Reihenfolge der Zeilen in
.B fstab
ist wichtig, da 
.BR fsck (8),
.BR mount (8)
und
.BR umount (8)
diese Datei sequentiell abarbeiten.

Das erste Feld,
.RI ( fs_spec ),
beschreibt das zu mountende blockorientierte Gerät oder
Dateisystem auf einem entfernten Rechner.
.LP
Im ersten Fall enthält es (einen Verweis auf) den Namen des blockorientierten
Geräts (wie mittels
.BR mknod (8)
erzeugt) für das einzubindende Gerät, beispielsweise `/dev/cdrom' oder
`/dev/sdb7'.  Für Dateisysteme, die über NFS eingebunden werden, verwendet
man <rechner>:<verzeichnis>, zum Beispiel `knuth.aeb.nl:/'.  Für procfs ist
`proc' anzugeben.
.LP
Dateisysteme im ext2- oder XFS-Format lassen sich statt über den Devicenamen
auch mit Hilfe ihrer so genannten UUID oder der Gerätekennzeichnung (Volume
Label) angeben. (Siehe
.BR e2label (8),
beziehungsweise
.BR xfs_admin (8).)
Dazu verwendet man das Format LABEL=<label> oder UUID=<uuid>,
beispielsweise `LABEL=Boot' oder
`UUID=3e6be9de\%-8139\%-11d1\%-9106\%-a43f08d823a6'.  Vor allem Systeme mit
SCSI-Systemen werden dadurch robuster: Durch hinzufügen oder entfernen einer
SCSI-Platte können sich die Devicenamen der übrigen Platten verändern, aber
UUID und Label bleiben gleich.

Das zweite Feld,
.RI ( fs_file ),
gibt den Mountpunkt für das Dateisystem an.  Bei Swap-Partitionen sollte
hier ``none'' stehen.  Leerzeichen im Namen sind durch die Zeichenfolge
`\\040' zu ersetzen.

Das dritte Feld,
.RI ( fs_vfstype ),
beschreibt den Typ des Dateisystems.  Linux unterstützt viele verschiedene
Typen von Dateisystemen, z.B.
.IR adfs ,
.IR affs ,
.IR autofs ,
.IR coda ,
.IR coherent ,
.IR cramfs ,
.IR devpts ,
.IR efs ,
.IR ext2 ,
.IR ext3 ,
.IR hfs ,
.IR hpfs ,
.IR iso9660 ,
.IR jfs ,
.IR minix ,
.IR msdos ,
.IR ncpfs ,
.IR nfs ,
.IR ntfs ,
.IR proc ,
.IR qnx4 ,
.IR reiserfs ,
.IR romfs ,
.IR smbfs ,
.IR sysv ,
.IR tmpfs ,
.IR udf ,
.IR ufs ,
.IR umsdos ,
.IR vfat ,
.IR xenix ,
.I xfs
und möglicherweise andere.  Weitere Informationen dazu stehen in
.BR mount (8).
Die durch den aktuell laufenden Kernel unterstützten Dateisysteme
sind in
.I /proc/filesystems
aufgeführt.  Ein Eintrag
.I swap
bezeichnet eine Datei oder Partition, die als virtueller Hauptspeicher (Swap)
verwendet werden soll, siehe
.BR swapon (8).
Zeilen mit dem Eintrag
.I ignore
werden nicht berücksichtigt.  Das ist nützlich, um Partitionen aufzuführen,
die im Augenblick unbenutzt sind.

Das vierte Feld,
.RI ( fs_mntops ),
beschreibt die zum Dateisystem gehörenden Mountoptionen.

Es ist eine durch Kommata getrennte Liste von Optionen.  Sie enthält zumindest
die Art des Mountens (auto, noauto, ...) und eventuell zusätzliche
dateisystemspezifische Optionen.  Optionen für nicht-NFS-Dateisysteme sind in
.BR mount (8)
dokumentiert.
NFS-spezifische Optionen sind nachzulesen in
.BR nfs (5).
Folgende Optionen werden von sämtlichen Dateisystemen unterstützt: ``noauto''
(soll nicht mit dem Befehl "mount -a" eingebunden werden, beispielsweise
beim Starten des Systems), ``user'' (jeder Benutzer darf das Dateisystem
einbinden), ``owner'' (der Eigentümer der Gerätedatei darf einbinden) und
``_netdev'' (Gerät ist nur bei aktiver Netzwerkverbindung verfügbar).  Die
Optionen ``owner'' und ``_netdev'' sind Linux-spezifisch.  Für weitere
Informationen siehe
.BR mount (8).

Das fünfte Feld,
.RI ( fs_freq ),
wird von
.BR dump (8)
benutzt, um zu entscheiden, welche Dateisysteme gedumpt werden müssen.  Ist das
fünfte Feld nicht vorhanden, wird für diesen Wert Null angenommen und
.B dump
geht davon aus, dass das Dateisystem nicht gedumpt werden muss.

Das sechste Feld,
.RI ( fs_passno ),
wird von
.BR fsck (8)
benutzt, um die Reihenfolge, in der die Dateisysteme während eines Neustarts
geprüft werden, festzulegen.  Das root-Dateisystem sollte mit einem
.IR fs_passno -Wert
von 1 versehen sein, andere Dateisysteme mit einem 
.IR fs_passno -Wert
von 2.  Dateisysteme innerhalb eines Laufwerks werden sequentiell geprüft,
Dateisysteme auf verschiedenen Laufwerken jedoch gleichzeitig, um parallel
arbeitende Hardware auszunutzen.  Ist das sechste Feld nicht vorhanden
oder Null, wird Null verwendet und
.B fsck
geht davon aus, dass das Dateisystem keiner Prüfung bedarf.

Korrekterweise werden Einträge aus der 
.B fstab
mit Hilfe der Routinen von
.BR getmntent (3).
ausgelesen.

.SH DATEIEN
.I /etc/fstab
.SH "SIEHE AUCH"
.BR getmntent (3),
.BR mount (8),
.BR swapon (8),
.BR fs (5),
.BR nfs (5).
.SH GESCHICHTE
Der Urahn des
.BR fstab -Dateiformats
erschien in 4.0BSD.
.\" But without comment convention, and options and vfs_type.
.\" Instead there was a type rw/ro/rq/sw/xx, where xx is the present 'ignore'.